Motorcodes Fiat Cinquecento

Motorcodes Fiat Cinquecento

Motorcode 156A2.246 (0.7 8V)

  • Hubraum: 704 cm³
  • Leistung: 31 PS (23 kW) bei 5 500 U/min
  • Drehmoment: 52 Nm bei 3 200 U/min
  • Zylinder: 2 R2
  • Getriebe: 4-Gang-Schaltgetriebe
  • Verbrauch: 5,8 l/100 km
  • Emissionsnorm: Euro 1

Motorcode 117A1.046 (0.9 8V)

  • Hubraum: 899 cm³
  • Leistung: 39 PS (29 kW) bei 5 500 U/min
  • Drehmoment: 65 Nm bei 3 000 U/min
  • Zylinder: 4 Reihenmotor
  • Getriebe: 5-Gang-Schaltgetriebe
  • Verbrauch: 5,7 l/100 km
  • Emissionsnorm: Euro 1 (ab 1993 auch Euro 2)

Motorcode 176B2.000 (1.1 8V FIRE)

  • Hubraum: 1 108 cm³
  • Leistung: 54 PS (40 kW) bei 5 500 U/min
  • Drehmoment: 86 Nm bei 3 250 U/min
  • Zylinder: 4 Reihenmotor
  • Getriebe: 5-Gang-Schaltgetriebe
  • Verbrauch: 6,5 l/100 km
  • Emissionsnorm: Euro 2

Fiat Cinquecento

Der Fiat Cinquecento feierte 1991 seine Premiere als kompakter Kleinwagen und blieb bis 1998 im Programm. Mit seinem charakteristischen Design, dem Vorderradantrieb und sparsamen Motoren setzte er neue Maßstäbe in puncto Wendigkeit und Wirtschaftlichkeit. Trotz seiner geringen Außenabmessungen überzeugte der Cinquecento durch variablen Innenraum und eine vielfältige Modellpalette.

Karosserie und Abmessungen

Außenmaße

Der Cinquecento misst in der Länge 3.223 Millimeter, in der Breite 1.487 Millimeter und in der Höhe 1.435 Millimeter. Sein Radstand von 2.240 Millimetern sorgt für stabile Fahrwerte und ausreichend Beinfreiheit auf den Rücksitzen. Mit einem Wendekreis von nur 9,6 Metern meistert er enge Parklücken spielend.

Innenraum und Kofferraum

Im verschiebbaren Innenraum finden je nach Polsterkonfiguration bis zu vier Erwachsene Platz. Der Gepäckraum fasst serienmäßig 170 Liter und wächst bei umgeklappter Rückbank auf maximale 810 Liter an. Ein höhenverstellbarer Ladeboden und breite Türöffnungen erleichtern das Be- und Entladen.

Motoren und Antrieb

Benzinmotoren

  • 0.7 8V (Motorcode 156A): Hubraum: 704 cm³ Leistung: 31 PS (23 kW) Drehmoment: 52 Nm bei 3.200 U/min Verbrauch: 5,8 l/100 km
  • 0.9 8V (Motorcode 117A): Hubraum: 899 cm³ Leistung: 39 PS (29 kW) Drehmoment: 65 Nm bei 3.000 U/min Verbrauch: 5,7 l/100 km
  • 1.1 8V FIRE (Motorcode 176B): Hubraum: 1.108 cm³ Leistung: 54 PS (40 kW) Drehmoment: 86 Nm bei 3.250 U/min Verbrauch: 6,5 l/100 km

Getriebe und Antrieb

Alle Versionen sind serienmäßig mit Frontantrieb und einem mechanischen Schaltgetriebe ausgestattet. Die 0.7- und 0.9-Liter-Aggregate nutzen ein 4-Gang-Getriebe, der 1.1-Liter FIRE-Motor erhält bereits ein 5-Gang-Getriebe. Eine automatische Wandlerautomatik oder sequenzielle Boxen gab es nicht.

Fahrwerk und Lenkung

Vorderradaufhängung

An der Vorderachse arbeitet eine McPherson-Federbeinachse in Leichtbauweise, ergänzt durch querliegende Dreiecksquerlenker. Dieses Setup gewährleistet leichte Lenkansprache und gute Traktion bei nassen Fahrbahnverhältnissen.

Hinterradaufhängung

Die hintere Verbundlenkerachse kombiniert einfache Konstruktion mit akzeptablem Federungskomfort. Sie sorgt bei wechselnder Beladung für gleichbleibende Fahrzeugbalance.

Lenkung und Bremsen

Die Zahnstangenlenkung vermittelt direktes Feedback und unterstützt bei niedrigen Geschwindigkeiten stark. Bremsen: vorne belüftete Scheiben, hinten geschlossene Trommeln. ABS war nicht serienmäßig, konnte aber in höheren Ausstattungen geordert werden.

Leistung, Verbrauch und Emissionen

Die Beschleunigung schwankt je nach Motor von 0–100 km/h in etwa 18 Sekunden (0.9 8V) bis 14 Sekunden (1.1 FIRE). Die Höchstgeschwindigkeit reicht von rund 125 km/h bis 150 km/h. CO₂-Emissionen lagen zwischen 130 und 155 g/km, womit der Cinquecento für einen Kleinwagen seiner Zeit relativ sparsam war.

Ausstattung und Sicherheit

Passive Sicherheit

Ein Grundschutz bieten Stahlrohrverstärkungen in den Türen und A-Säulen. Fahrer- und Beifahrerairbag waren ab Mitte der Produktionszeit optional erhältlich. Dreipunktgurte auf allen Sitzen und Kopfstützen rückten das Thema Sicherheit in den Fokus.

Aktive Sicherheit und Assistenz

Servolenkung war serienmäßig, ESP gab es nicht. In höheren Ausstattungslinien konnten Fondsitzbankverriegelung, Überrollbügel und verstärkte Stoßfänger geordert werden. Einfache elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung standen auf der Optionsliste.

Elektronik und Komfort

Radio- und Lautsprecher-Pakete reichten von einfachen Kassettenradios bis zu CD-Wechslern. Klimaanlage war in der Top-Version „S“ lieferbar, ansonsten blieb es bei manueller Frischluftsteuerung. Kleine Ablagen, Getränkehalter in der Mittelkonsole und eine höhenverstellbare Lenksäule steigerten den Alltagkomfort.

Varianten und Sondermodelle

Der Cinquecento „Sporting“ brachte ab Werk Stabilisatoren, sportlich abgestimmtes Fahrwerk und Sonderlackierungen. Die sparsamen „SOHC“-Motorisierungen kamen ebenfalls als „Citymatic“ mit automatischer Kupplungssteuerung. Sammler schätzen heute die limitierten „Jeans“- und „Soleil“-Editionen.

Fazit

Mit dem Cinquecento schuf Fiat einen wendigen, sparsamen Kleinwagen, der vor allem im urbanen Umfeld glänzte. Das variable Raumkonzept, die unkomplizierten Motoren und die spartanische Elektronik machten ihn zu einem zuverlässigen Begleiter im Alltag. Für Liebhaber authentischer Neunziger-Jahre-Ästhetik bleibt der Cinquecento ein attraktives Kultobjekt.

Fiat Cinquecento front 20080214