Motorcodes Nissan Murano

Der Nissan Murano gehört seit seiner Einführung zu den charakterstarken Crossover-SUVs des Herstellers, wobei er sich vor allem durch kraftvolle und technisch ausgereifte Motoren auszeichnet. Über mehrere Generationen hinweg entwickelte Nissan unterschiedliche Aggregate, die sowohl auf Komfort als auch auf eine souveräne Leistungsabgabe ausgelegt sind. Die Motorcodes des Modells geben detailliert Auskunft über Bauart, Hubraum und technische Spezifikationen der jeweiligen Antriebe. Der Nissan Murano wurde dabei hauptsächlich mit V6-Benzinmotoren aus der VQ-Serie ausgestattet, die als besonders langlebig und laufruhig gelten. Ergänzt wurden sie in einigen Märkten zeitweise durch speziell abgestimmte Varianten, die an lokale Emissionsnormen angepasst waren. Insgesamt zeigen die Motorcodes, wie breit das technische Spektrum des Nissan Murano ist und wie konsequent Nissan diese Baureihe auf den Premium-Crossover-Anspruch ausgelegt hat.

Die VQ35DE-Plattform – Herzstück der ersten Modelljahre

In der ersten Generation K12 setzte der Nissan Murano überwiegend auf den Motorcode VQ35DE, einen 3,5-Liter-V6-Benziner, der in zahlreichen Modellen von Nissan und Infiniti eingesetzt wurde. Dieser Motor ist bekannt für seine variable Ventilsteuerung, sein Aluminiumgehäuse und seine harmonische Leistungsentfaltung. Im Murano leistet der VQ35DE je nach Baujahr typischerweise rund 172 bis 190 kW, wobei ein Drehmoment von über 320 Nm anliegt. Charakteristisch ist die hohe Drehfreudigkeit des Motors, kombiniert mit einem breiten nutzbaren Drehzahlband. Der VQ35DE wird mit einem stufenlosen CVT-Getriebe gekoppelt, das speziell auf das hohe Grunddrehmoment abgestimmt wurde. Diese Kombination sorgte bereits bei den frühen Modellen des Nissan Murano für eine souveräne Beschleunigung und komfortable Langstreckencharakteristik, die sich deutlich von typischen Vierzylinder-SUVs unterschied.

Weiterentwicklungen: VQ35DE und VQ35DE-Revisionen

Mit der zweiten Generation des Modells optimierte Nissan den bekannten VQ35DE weiter, indem Bauteile wie die Ansaugwege, die Motorsteuerung und die Abgasnachbereitung überarbeitet wurden. Dadurch erreichte der Motor im Nissan Murano Leistungswerte von bis zu rund 198 kW, während gleichzeitig die Effizienz verbessert und Emissionen reduziert wurden. Auch das thermische Management profitierte von größeren Kühlkanälen und einer präziser geregelten Ölpumpe. Die Motorenrevisionen unter demselben Code unterschieden sich oft durch ihre verbesserte Steuergeräte-Software und optimierte Klopfregelung. In einigen Märkten kamen Varianten mit leicht veränderter Kompression zum Einsatz, was besonders in Regionen mit niedrigwertigerem Kraftstoff relevant war. Trotz aller Überarbeitungen blieb der Grundcharakter des Motors unverändert und machte den Nissan Murano weiterhin zu einem komfortablen, verlässlichen Langstreckenfahrzeug.

VQ35DD und weitere moderne Derivate

Mit der dritten Generation des Nissan Murano rückten modernisierte Motoren wie der VQ35DD in den Vordergrund. Diese Weiterentwicklung nutzt Direkteinspritzung, optimierte Verbrennungskammern, einen verbesserten Ventiltrieb sowie eine zusätzliche Abgasrückführung für bessere Emissionswerte. Der Motor leistet je nach Spezifikation rund 206 bis 220 kW und bietet ein deutlich höheres Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen, was dem Ansprechverhalten des großen SUVs zugutekommt. Der VQ35DD verfügt außerdem über ein modernisiertes Kühlsystem mit elektronisch gesteuerten Thermostaten, um die Motortemperatur präziser an Fahrzustände anzupassen. Durch die Direkteinspritzung konnte Nissan die Verbrauchswerte weiter reduzieren, ohne den kraftvollen Charakter des Aggregats einzuschränken. Im Zusammenspiel mit aktuellen CVT-Generationen sorgt der Motor dafür, dass der Nissan Murano auch im modernen Umfeld leistungsstark, effizient und kultiviert bleibt.

Seltene Varianten und technische Besonderheiten

Neben den üblichen V6-Triebwerken existieren auch weniger verbreitete Motorcodes, die in speziellen Märkten angeboten wurden. Dazu zählt unter anderem eine kleinere V6-Variante mit reduziertem Hubraum, die auf ausgewählte Länder mit strengen Steuerregeln zugeschnitten war. Diese Motoren weisen meist niedrigere Kompressionsverhältnisse und angepasste Steuergeräte auf, um eine bessere Verträglichkeit mit lokal verfügbaren Kraftstoffen zu gewährleisten. Auch wurden beim Nissan Murano in manchen Regionen leicht modifizierte Abgasstränge eingesetzt, die dortige Zertifizierungsstandards erfüllen mussten. Technisch interessant ist zudem die konsequente Weiterentwicklung der CVT-Ansteuerung, die je nach Motorcode speziell kalibriert wurde. Dies führte zu einer harmonischen Kraftübertragung, wodurch der Nissan Murano selbst mit schwereren Motorvarianten eine gleichmäßige Beschleunigung ohne spürbare Schaltvorgänge bieten konnte.

Fazit: Motorische Vielfalt im Premium-Crossover

Die Motorcodes des Nissan Murano spiegeln die technische Vielseitigkeit und Entwicklungsrichtung dieses Modells wider. Die VQ-Motorenfamilie bildet das Rückgrat der Baureihe und kombiniert hohe Laufkultur mit zuverlässiger Technik und moderner Effizienz. Mit fortschreitenden Generationen führte Nissan immer präzisere Einspritzverfahren, höhere Kompressionsverhältnisse und komplexere Ventilsteuerungen ein, sodass sich Leistung und Verbrauch kontinuierlich verbesserten. Gleichzeitig blieb die Kernphilosophie erhalten: ein komfortorientiertes, kraftvolles SUV, das besonders im Langstreckenbetrieb überzeugt. Durch diese konsistente technische Strategie zählt der Nissan Murano bis heute zu den Crossover-Modellen, die sich vor allem durch robuste und ausgereifte Antriebskonzepte auszeichnen.

2009 Nissan Murano S -- 11-24-2009