Motorcodes Peugeot 1007

Der Peugeot 1007 ist ein ungewöhnliches und markantes Modell in der Geschichte der französischen Marke, das von 2004 bis 2009 produziert wurde. Als kompakter Kleinwagen mit einem ungewöhnlichen Konzept zielte der 1007 vor allem auf urbanen Komfort und Innovation ab. Sein wohl markantestes Merkmal waren die elektrisch betriebenen Schiebetüren, die sowohl vorne links als auch rechts verbaut waren – eine Seltenheit in der Kleinwagenklasse. Der 1007 kombinierte praktische Raumnutzung mit einem modernen und komfortablen Innenraum, der trotz der kompakten Außenmaße erstaunlich großzügig wirkte. Technisch basierte der Wagen auf der Plattform des Peugeot 206, brachte aber einige eigenständige Innovationen mit sich, die ihn im Segment besonders machten.

Karosserie, Abmessungen und Innenraumkonzept

Der Peugeot 1007 ist ein zweckorientierter Kleinwagen mit einer Länge von 3.83 Metern, einer Breite von 1.71 Metern und einer Höhe von etwa 1.56 Metern. Der Radstand von 2.44 Metern ermöglichte einen für diese Fahrzeugklasse vergleichsweise geräumigen Innenraum. Die beiden elektrisch betriebenen Schiebetüren waren das Hauptaugenmerk in Sachen Komfort und Praktikabilität. Diese Türen erleichterten nicht nur das Ein- und Aussteigen in engen Parklücken, sondern verliehen dem Wagen auch ein futuristisches Designmerkmal. Trotz der kompakten Maße bot der Innenraum flexible Sitzkonfigurationen und ausreichend Platz für vier Erwachsene. Das Leergewicht bewegte sich zwischen 1.070 und 1.130 Kilogramm, was den 1007 relativ schwer für einen Kleinwagen machte – eine Konsequenz der aufwändigen Türmechanik und der soliden Ausstattung.

Benzinmotoren und Motorcodes im Peugeot 1007

Der Peugeot 1007 wurde ausschließlich mit zwei Benzinmotoren angeboten, die beide auf bewährter Peugeot-Technik basierten und für urbane und überwiegend moderate Fahrbedingungen optimiert waren. Die kleinere Motorisierung war der 1.4-Liter-Vierzylinder mit dem Motorcode KFU, der eine Leistung von etwa 75 PS (55 kW) bei 6.000 U/min entwickelte. Dieser Motor, mit Saugrohreinspritzung und einfacher Ventilsteuerung ausgestattet, bot eine gute Balance aus Verbrauch und ausreichender Dynamik für den Stadtverkehr. Das maximale Drehmoment von rund 118 Nm bei 4.000 U/min war für die Fahrzeugmasse ausreichend, um den 1007 zuverlässig im Alltag zu bewegen.

Als stärkere Variante wurde der 1.6-Liter-Motor mit dem Motorcode TU5JP4 verbaut. Dieser Motor ist Teil der bekannten TU-Motorenfamilie von PSA und zeichnet sich durch eine Vierventiltechnik mit variabler Ventilsteuerung aus. Mit einer Leistung von 110 PS (81 kW) bei 5.750 U/min und einem maximalen Drehmoment von etwa 147 Nm bei 4.000 U/min lieferte der 1.6-Liter-Motor eine deutlich sportlichere Fahrcharakteristik. Diese Motorisierung sorgte für bessere Durchzugswerte, insbesondere auf Autobahnen und Landstraßen, und machte den 1007 zu einem vielseitigeren Fahrzeug, das auch längere Fahrten komfortabel bewältigen konnte.

Getriebeoptionen und Antrieb

Der Peugeot 1007 wurde serienmäßig mit einem manuellen Fünfgang-Schaltgetriebe ausgeliefert, das gut auf die Leistung der eingesetzten Motoren abgestimmt war. Die Schaltung war präzise und ermöglichte ein effizientes Ausnutzen des Drehmomentverlaufs. Als Besonderheit bot Peugeot für beide Motorvarianten auch ein automatisiertes Zwei-Pedal-Getriebe namens „Sensodrive“ an. Dieses automatisierte Schaltgetriebe basierte auf einem manuellen Getriebe mit elektronischer Kupplungssteuerung, was den Komfort im Stadtverkehr deutlich erhöhte, wenn auch auf Kosten einer leicht höheren Komplexität und Wartungsintensität. Der Antrieb erfolgte stets über die Vorderräder, was typisch für Kleinwagen dieser Zeit war.

Fahrleistungen und Verbrauch

Die Fahrleistungen des Peugeot 1007 waren je nach Motorisierung unterschiedlich, aber stets im Sinne eines komfortablen und sicheren Fahrerlebnisses abgestimmt. Die Basisversion mit dem 1.4-Liter-Motor beschleunigte in etwa 13 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 170 km/h. Der 1.6-Liter-Motor reduzierte die Sprintzeit auf etwa 10,5 Sekunden und erlaubte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 190 km/h. Diese Werte sind für einen kompakten, eher schwergewichtigen Kleinwagen respektabel und spiegeln die Praxisnähe des Fahrzeugs wider.

Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch lag je nach Motorisierung und Getriebe zwischen etwa 6,5 und 7,5 Litern pro 100 Kilometer im kombinierten Zyklus. Diese Werte waren für die Klasse angemessen, zumal der elektrische Komfort und die hohe Ausstattung das Gewicht und somit auch den Verbrauch etwas in die Höhe trieben.

Besonderheiten, Zuverlässigkeit und heutiger Stellenwert

Der Peugeot 1007 ist aufgrund seiner besonderen Türtechnik und seines ungewöhnlichen Designs heute ein eher seltenes und speziell beachtetes Modell. Technisch zeichnete er sich durch robuste Motoren und eine solide Grundkonstruktion aus, allerdings war die elektrische Türmechanik wartungsintensiv und konnte bei einigen Fahrzeugen für erhöhte Servicekosten sorgen. Die Motoren der KFU- und TU5JP4-Baureihen gelten hingegen als zuverlässig und vergleichsweise langlebig, sofern die Wartungsintervalle konsequent eingehalten wurden.