Motorcodes Alfa Romeo 145

Motorcodes Alfa Romeo 145 und ihre Details

Im Folgenden sind alle gängigen Motorcodes des Alfa Romeo 145 mit ihren technischen Eckdaten und Jahrgängen aufgeführt. So behalten Sie beim Blick ins Serviceheft oder beim Teilekauf stets den Überblick.

Übersicht der Motorcodes

1.6 | 14 | 1416V | 15 | 16 | 1616V | 16V | 182B4000 | 20 | 32201 | 32301 | 32302

Code 1.6

• Baujahr: 1999 • Hubraum: 1.596 cm³ • Motortyp: Einfacher Saugmotor, Basisversion des 1,6-Liter-Aggregats

Code 14

• Baujahr: 2000 • Hubraum: 1.390 cm³ • Motortyp: 1,4-Liter-Saugmotor, sparsame Einstiegsvariante

Code 1416V

• Baujahr: 2000 • Hubraum: 1.390 cm³ • Motortyp: 1,4-Liter mit „V“-Suffix – meist Modellpflege mit leichten Modifikationen

Code 15

• Baujahr: 1997 • Hubraum: 1.570 cm³ • Motortyp: 1,6-Liter-Saugmotor der frühen Serie

Code 16

• Baujahre: 1997, 1999, 2000 • Hubraum: 1.600 cm³ (1997 & 1999), 1.956 cm³ (2000) • Motortyp: Mischbezeichnung für 1,6 l oder 2,0 l je nach Ausführung

Code 1616V

• Baujahr: 1999 • Hubraum: 1.600 cm³ • Motortyp: 1,6-Liter-V-Version mit leicht geänderten Ventiltriebkomponenten

Code 16V

• Baujahre: 1997–2000 • Hubraum: 1.390 cm³ (’97–’98), 1.600 cm³ (’99), erneut 1.390 cm³ (2000) • Motortyp: 16-Ventil-Twin-Spark mit zwei Zündkerzen pro Zylinder für bessere Performance

Code 182B4000

• Baujahr: 1999 • Hubraum: 1.910 cm³ • Motortyp: Leicht geänderter 1,9-Liter-Motor, oft als Übergangsaggregate verbaut

Code 20

• Baujahr: 2000 • Hubraum: 1.956 cm³ • Motortyp: Standard-2,0-Liter-Saugmotor

Code 32201

• Baujahre: 1998–2000 • Hubraum: 1.796 cm³ • Motortyp: 1,8-Liter-Motor mit ausgewogenem Drehmomentverlauf

Code 32301

• Baujahre: 1998–1999 • Hubraum: 1.956 cm³ • Motortyp: 2,0-Liter mit geänderter Steuerungseinheit und leicht erhöhtem Drehmoment

Code 32302

• Baujahre: 1995, 1997, 1999 • Hubraum: 1.900 cm³ (1995 & 1999), 1.910 cm³ (1997) • Motortyp: Variabler 1.9-Liter-Motor, im Modellverlauf mehrfach in kleinen Dimensionen angepasst

Alfa Romeo 145

Der Alfa Romeo 145 ist ein kompaktes Schrägheckmodell, das zwischen 1994 und 2001 die Brücke zwischen sportiver Eleganz und alltagstauglichem Nutzwert schlug. Seine markante Linienführung, die präzise Lenkung und die charakteristischen Twin-Spark-Motoren machen ihn bis heute zum Geheimtipp unter Liebhabern italienischer Kompaktklasse.

Modellgeschichte und Design

Entstehung und Vorgänger

Als Nachfolger des Alfa 33 debütierte der Typ 930 im Sommer 1994. Designer Ermanno Cressoni zeichnete das kantige, stufenheckähnliche Heck, das dem 145 seine prägnante Silhouette verlieh. Die Basis lieferte die stark modifizierte Plattform des Fiat Tipo – verfeinert, um die längs eingebauten Twin-Spark-Boxermotoren aufzunehmen.

Facelift und Serienpflege

1997 und 1999 erfolgten zwei Modellpflegephasen. Die erste brachte ein leicht gewölbtes Heck, geänderte Stoßfänger und rundere Scheinwerfer, die zweite optische Retuschen an Blinker, Kühlergrill und Interieur sowie überarbeitete Sicherheitsfeatures wie verstärkte A-Säulen.

Plattform und Technik

Bodengruppe und Fahrwerk

Vorn arbeiten MacPherson-Federbeine, hinten eine Mehrlenkerachse. Diese Kombination sorgt für direkte Rückmeldung und zugleich überraschend komfortable Langstreckenqualitäten. Servolenkung ist serienmäßig, ABS und Bremsassistent optional.

Elektronik und Sicherheit

Der 145 verfügte als einer der ersten Kompakten über optionales Airbag-Paket (Fahrer, Beifahrer, Seiten), Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber. In den späteren Baujahren kamen teilweise Klimaautomatik und optionales Navigations-/Multimediasystem hinzu.

Motorenpalette

Ottomotoren

• 1,4 l 8-V Twin-Spark – 90 PS, 127 Nm • 1,6 l 8-V Twin-Spark – 103 PS, 137 Nm • 1,7 l 16-V Twin-Spark – 129 PS, 145 Nm

Diese Reihen-Vierzylinder mit zwei Zündkerzen pro Zylinder punkten mit kultiviertem Lauf und ordentlicher Drehfreude.

Turbodiesel-Motoren

• 1,9 l 8-V – 90 PS, 180 Nm

Der Selbstzünder überzeugt durch sattes Drehmoment ab Leerlaufdrehzahl und moderate Verbräuche um 6,5 l/100 km.

Leistungsdaten im Überblick

• 0–100 km/h: von 9,8 s (1,7 l) bis 13,5 s (1,4 l Diesel) • Höchstgeschwindigkeit: zwischen 175 km/h und 200 km/h • Durchschnittsverbrauch: 5,8–8,8 l/100 km (Benziner), rund 6,5 l/100 km (Diesel)

Abmessungen und Innenraum

Platzangebot

• Länge: ca. 4.090 mm • Breite: 1.712 mm • Höhe: 1.425 mm • Radstand: 2.540 mm

Mit ergonomisch geformten Sitzen bietet der 145 genug Bein- und Kopffreiheit für vier Erwachsene – die fünfte Person wird auf langen Strecken eher zur Herausforderung.

Kofferraumvolumen

• 320 l bei Fünfsitzer-Bestuhlung • bis 1.130 l bei umgeklappter Rückbank

Der niedrige Ladekantenbereich erleichtert das Beladen, optional gibt es eine abnehmbare Gepäckraumabdeckung.

Fahrverhalten und Komfort

Federung und Dämpfung

Die straffe Abstimmung fördert die Agilität in Kurven, gleichzeitig bleiben Straßenunebenheiten überraschend gut gedämpft. Wer es noch komfortabler mag, findet in der Ersatzteilpalette Sport- und Komfort-Dämpfer von Drittanbietern.

Lenkung und Bremsen

Präzise, direkt und leichtgängig – der 145-Lenkkopf spricht ohne Verzögerung an. Vier Scheibenbremsen und serienmäßiger Bremskraftverstärker liefern eine souveräne Verzögerung, ABS ist ab 1997 verfügbar.

Ausstattungslinien und Optionen

Basisversion und Sondermodelle

Serienmäßig gab es elektrische Fenster, Zentralverriegelung und verbundene Sicherheitszelle. Komfortpakete fügten Klimaautomatik, Leichtmetallfelgen und höhenverstellbare Sitze hinzu. Limitiertes Sondermodell „Plus“ lockte mit sportlichen Polstern und Einstiegsleisten.

Quadrifoglio Verde und Sportausführung

Die sportliche Topversion Quadrifoglio Verde (QV) kombinierte 1,7 l-16V-Motor, straffer abgestimmtes Fahrwerk, sportliche Sitze und dezente Karosserie-Akzente in Grün. Mit ihr erreichte der 145 seine dynamischste Ausprägung.

Typische Schwachstellen und Pflege

Karosserie und Rostschutz

Erste Baureihen zeigen Korrosionsansatz an hinteren Radläufen, Türunterkanten und Schwellerkanten. Eine gründliche Hohlraumkonservierung und regelmäßige Unterbodenwäsche helfen, den Rostbefall in Schach zu halten.

Wartungsintervalle und Verschleißteile

Zahnriemenwechsel alle 60.000 km, Bremsflüssigkeits- und Kühlmittelwechsel alle zwei Jahre. Türfangbänder, Fensterhebermechanik und elektrische Kabelverbindungen verlangen häufig Aufmerksamkeit. Originale Alfa-Ersatzteile sichern Passgenauigkeit und Langlebigkeit.

Warum der Alfa Romeo 145 heute noch fasziniert

Seine schlichte, dennoch eigenständige Form, das sonore Twin-Spark-Grollen und das direkte Fahrgefühl machen den 145 zu einer Ikone der 90er-Jahre. Er bietet echten Charakter abseits moderner SUV-Interieurs und findet in gut erhaltenem Zustand immer mehr Liebhaber.

Fazit und Kaufempfehlung

Wer einen kompakten Klassiker mit italienischem Flair sucht, trifft mit dem Alfa Romeo 145 eine gute Wahl. Auf lückenlose Wartungshistorie achten, Roststellen frühzeitig behandeln und die Twin-Spark-Aggregate pfleglich behandeln.

Alfa Romeo 145 front 20080224