Honda CBX250RS

Honda CBX250RS

Honda CBX250RS – Der sportliche Einzylinder-Klassiker aus den 80ern

Die Honda CBX250RS ist ein Motorrad, das sich durch seine technische Raffinesse, sein leichtes Handling und seine sportliche Ausrichtung in den 1980er-Jahren einen Namen gemacht hat. Sie wurde zwischen 1983 und 1986 produziert und vor allem auf dem europäischen Markt sowie in Japan vertrieben. Die Maschine war insbesondere für Fahrerinnen und Fahrer gedacht, die eine leichte, zuverlässige und fahraktive Alternative zu den damals verbreiteten 2-Zylinder-Modellen suchten.

Design und Konzept

Das Design der CBX250RS war stark an die sportlichen Naked-Bikes jener Zeit angelehnt: schlank, agil und klar auf Fahrspaß ausgelegt. Der Tank fasst 13 Liter, die Sitzhöhe liegt bei etwa 790 mm, was sie auch für kleinere Fahrer geeignet machte. Ihr Trockengewicht beträgt nur 128 kg, was in Kombination mit dem agilen Fahrwerk und dem durchzugsstarken Motor für eine spritzige Performance sorgt – ideal für kurvige Landstraßen und Stadtverkehr.

Motor und Leistung

Das Herzstück der Honda CBX250RS ist ein 249 cm³ großer luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor mit DOHC (Doppel-Nockenwelle) und vier Ventilen. Er zählt zu den technisch interessanteren Motoren seiner Zeit, insbesondere durch die Verwendung eines Radialventil-Zylinderkopfs, was in dieser Klasse ungewöhnlich war.

Technische Motordaten:

  • Hubraum: 249 cm³
  • Bohrung x Hub: 73,0 mm × 59,5 mm
  • Verdichtung: 10,5:1
  • Leistung: 30 PS (22 kW) bei 9.000 U/min
  • Drehmoment: 24 Nm bei 7.500 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: ca. 140–150 km/h

Der Motor verfügt über einen Balancer-Schaft, um Vibrationen zu minimieren – eine wichtige Eigenschaft bei einem hochdrehenden Einzylinder. Die Kraft wird über ein 5-Gang-Getriebe und eine O-Ring-Kette ans Hinterrad übertragen. Das Gemisch wird durch einen Keihin-Vergaser (26 mm Durchlass) aufbereitet.

Fahrwerk und Technik

Die Honda CBX250RS überzeugt durch ein sportlich ausgelegtes Fahrwerk. Der Rahmen ist ein doppelschleifenförmiger Stahlrohrrahmen, der hohe Verwindungssteifigkeit bei geringem Gewicht bietet.

Fahrwerksdaten:

  • Vorderradgabel: 35 mm Teleskopgabel, nicht einstellbar
  • Federweg vorne: ca. 150 mm
  • Hinterradfederung: Monoshock mit Pro-Link-Hebelmechanismus
  • Federweg hinten: ca. 120 mm
  • Vorderradbremse: Einzelscheibe, 240 mm Durchmesser
  • Hinterradbremse: Trommelbremse

Die CBX250RS rollt auf klassischen 18-Zoll-Rädern (vorne und hinten), typischerweise mit einer Reifendimension von 90/90-18 vorne und 110/90-18 hinten.

Elektrik und Ausstattung

Zur elektrischen Ausstattung gehören ein klassischer analoger Tacho und Drehzahlmesser, eine Bordspannung von 12 Volt, sowie eine konventionelle Lichtmaschine. Eine Besonderheit ist der elektrische Starter, ergänzt durch einen Kickstarter – ein typisches Merkmal vieler Honda-Modelle der Zeit. Die Beleuchtung ist einfach, aber funktional, und unterstreicht den puristischen Charakter des Motorrads.

Alltagstauglichkeit und Einsatz

In der Praxis zeigt sich die CBX250RS als äußerst vielseitig. Der kräftige Einzylinder hat genug Durchzug für Landstraßen, der schmale Aufbau macht sie ideal für die Stadt. Auch wenn der Komfort bei längeren Touren begrenzt ist, überzeugt sie durch ihr geringes Gewicht, die einfache Wartung und eine hervorragende Übersichtlichkeit. Dank des luftgekühlten Motors ist sie zudem weniger anfällig für technische Ausfälle als wassergekühlte Modelle.

Wartung und Ersatzteile

Ein großer Pluspunkt der CBX250RS ist ihre Wartungsfreundlichkeit. Viele Arbeiten wie Ventilspielkontrolle oder Ölwechsel lassen sich auch von technisch versierten Laien erledigen. Die Teileverfügbarkeit ist bis heute relativ gut, viele Komponenten wurden auch in anderen Modellen wie der XR250 oder der NX250 verwendet. Die hohe Verarbeitungsqualität macht sie zu einem idealen Klassiker für Liebhaber und Schrauber.

Fazit

Die Honda CBX250RS war ihrer Zeit in vielerlei Hinsicht voraus – technisch innovativ, leicht, agil und zuverlässig. Sie bot jungen oder weniger erfahrenen Fahrern ein sportliches, aber zugängliches Motorrad, das sich sowohl im Alltag als auch auf kurvigen Straßen wohlfühlte. Heute ist sie ein gesuchter Klassiker unter Liebhabern, vor allem aufgrund ihrer Seltenheit, des ungewöhnlichen DOHC-Einzylindermotors und ihres charmanten Auftritts.

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