Honda CB250F

Honda CB250F

Honda CB250F – Die Naked-Bike-Klasse im kompakten Format

Die Honda CB250F ist ein Motorrad, das sich perfekt in das Portfolio des japanischen Herstellers einfügt: leicht, alltagstauglich, zuverlässig und gleichzeitig mit sportlichem Charakter. Entwickelt als „Naked Bike“ mit urbanem Fokus, bietet sie einen niedrigen Einstieg für Motorrad-Neulinge, ohne dabei auf ein dynamisches Fahrgefühl zu verzichten. In diesem Artikel nehmen wir die CB250F genauer unter die Lupe – inklusive ihrer technischen Daten, Modellgeschichte und Fahreigenschaften.

Die Bezeichnung „CB250F“ wurde von Honda mehrfach verwendet. Besonders populär ist jedoch die moderne Version, die ab 2014 auf Basis der CBR250R entstand und als nackte Variante mit aufrechter Sitzposition konzipiert wurde.

Positionierung und Konzept

Im Zuge wachsender Nachfrage nach günstigen, verbrauchsarmen und vielseitigen Motorrädern für Einsteiger und urbane Fahrer stellte Honda die CB250F als Alternative zur vollverkleideten CBR250R vor. Beide Modelle teilen sich den Motor, das Chassis und viele Komponenten, unterscheiden sich jedoch im Design, in der Ergonomie und im Einsatzzweck.

Die CB250F wurde für Märkte wie Südostasien, Indien und Australien konzipiert, fand aber auch bei europäischen Fahrern Beachtung – teilweise als Importmodell. Sie bietet das pure Naked-Bike-Feeling: minimalistisch, auf das Wesentliche reduziert, aber mit dem typischen Qualitätsanspruch von Honda.

Technische Daten der Honda CB250F (ab Modelljahr 2014)

Motor und Antrieb

  • Motortyp: Einzylinder-Viertaktmotor, flüssigkeitsgekühlt
  • Ventilsteuerung: DOHC, 4 Ventile
  • Hubraum: 249,6 cm³
  • Bohrung x Hub: 76,0 mm × 55,0 mm
  • Verdichtung: 10,7 : 1
  • Maximale Leistung: ca. 23,5 PS (17,3 kW) bei 9.000 U/min
  • Maximales Drehmoment: ca. 22 Nm bei 7.000 U/min
  • Kraftstoffsystem: PGM-FI elektronische Benzineinspritzung
  • Zündung: Transistorgesteuerte CDI
  • Startsystem: Elektrostarter
  • Getriebe: 6-Gang
  • Endantrieb: Kette

Fahrwerk und Bremsen

  • Rahmen: Stahlrahmen (Diamond Frame)
  • Vorderradaufhängung: Teleskopgabel, Ø 37 mm
  • Hinterradaufhängung: Monoshock, Pro-Link, einstellbar in der Vorspannung
  • Vorderradbremse: Einscheibenbremse, Ø 296 mm, Einkolben-Schwimmsattel
  • Hinterradbremse: Scheibenbremse, Ø 220 mm
  • ABS: je nach Markt optional
  • Felgen: 17 Zoll, Aluminiumguss
  • Reifen:
    • Vorne: 110/70-17
    • Hinten: 140/70-17

Abmessungen und Gewicht

  • Gesamtlänge: 2.035 mm
  • Breite: 720 mm
  • Höhe: 1.040 mm
  • Radstand: 1.380 mm
  • Sitzhöhe: 780 mm
  • Bodenfreiheit: 145 mm
  • Leergewicht: ca. 158 kg (inkl. Betriebsstoffe, mit ABS ca. 161 kg)
  • Tankinhalt: 13 Liter
  • Verbrauch: ca. 3,0 Liter / 100 km
  • Reichweite: rund 400 km

Design und Ergonomie

Die CB250F präsentiert sich in einem dynamisch gezeichneten Look mit kantigem Scheinwerfer, sportlichem Heck und muskulösem Tankdesign. Im Gegensatz zur CBR250R verzichtet sie auf eine Verkleidung und setzt auf reduziertes Gewicht und agile Linienführung. Die Scheinwerfereinheit ist kompakt, die Sitzbank zweigeteilt und die Gesamtoptik schnörkellos – typisch für ein Naked Bike.

Die Sitzposition ist aufrecht, die Fußrasten sind leicht nach hinten versetzt, wodurch sich eine angenehme Mischung aus Sportlichkeit und Komfort ergibt. Das breite Lenkerlayout bietet viel Kontrolle im Stadtverkehr und bei niedrigem Tempo. Die kompakte Bauform und das geringe Gewicht erleichtern das Handling, insbesondere für kleinere Fahrerinnen und Fahrer.

Fahreindrücke

Der 250er-Einzylinder zeigt sich drehfreudig und kultiviert. Seine Leistungsentfaltung ist linear, die Gasannahme direkt und berechenbar. Obwohl das Aggregat nicht auf brachiale Leistung getrimmt ist, sorgt die gute Abstimmung für spritzige Fahrleistungen – besonders im urbanen Raum. In Kombination mit dem knackigen 6-Gang-Getriebe lässt sich das Bike sehr präzise durch den Verkehr dirigieren.

Das Fahrwerk ist auf der komfortablen Seite, bietet aber genügend Rückmeldung für sportliche Manöver. Die Dämpfung ist straff genug für kurvige Landstraßen, gleichzeitig aber nachgiebig genug für schlechte Straßen. In schnellen Wechselkurven bleibt die CB250F stabil und wirkt auch bei höherem Tempo nicht nervös.

Die Bremsanlage ist ausreichend dimensioniert für das Leistungsniveau. Besonders mit ABS bietet sie Sicherheit auch bei Nässe oder auf rutschigem Untergrund. Die Scheibenbremsen lassen sich gut dosieren und zeigen im Alltag ein sicheres Bremsverhalten.

Alltagstauglichkeit

Die CB250F ist ein ideales Pendlerfahrzeug. Ihr geringer Verbrauch, die niedrigen Unterhaltskosten und die einfache Wartung machen sie besonders attraktiv für Fahranfänger und Vielfahrer. Der Motor läuft auch nach längeren Intervallen zuverlässig, und die Ventile müssen erst nach über 20.000 Kilometern eingestellt werden.

Die Sitzbank ist auch für längere Strecken bequem, das Tankvolumen erlaubt ausgedehnte Touren ohne häufige Tankstopps. Durch das optionale Zubehör – etwa Gepäcklösungen oder Windscheiben – lässt sich die CB250F auch leicht zum Tourer umrüsten.

Unterschiede zur CBR250R

Da die CB250F weitgehend auf der CBR250R basiert, lohnt sich ein Vergleich:

  • Verkleidung: CB250F ist unverkleidet, CBR250R vollverkleidet
  • Sitzposition: CB250F aufrechter, entspannter
  • Gewicht: CB250F etwas leichter
  • Fahrverhalten: CB250F agiler im Stadtverkehr, CBR250R stabiler bei hohen Geschwindigkeiten
  • Designausdruck: CB250F wirkt roher und puristischer

Wartung und Ersatzteile

Die CB250F ist äußerst wartungsfreundlich. Ölwechsel, Luftfilterkontrolle und Kettenspannung lassen sich mit einfachem Werkzeug erledigen. Durch die Verbreitung des Motors in anderen Modellen (z. B. CBR250R, CRF250L) ist die Teileversorgung gut. Auch auf dem Gebrauchtmarkt gibt es ein umfangreiches Angebot an Ersatzteilen und Zubehör.

Fazit

Die Honda CB250F ist ein durchdachtes, gut verarbeitetes Naked Bike für Einsteiger und Pendler, das sich durch Zuverlässigkeit, einfache Handhabung und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet. Sie kombiniert moderne Technik mit zurückhaltender Sportlichkeit und ist ein idealer Partner für Stadt, Landstraße und gelegentliche Ausflüge.

Für Motorradfans, die ein wendiges, sparsam zu fahrendes und wartungsarmes Zweirad suchen, bietet die CB250F alles, was man braucht – ganz ohne überflüssigen Schnickschnack. Sie steht exemplarisch für Hondas Philosophie: Technik mit Sinn, Qualität mit Herz und Fahrfreude mit Verstand.

Honda Hornet 250 a.k.a. CB250f